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Magnetstreifen soll Auslaufmodell werden

Veröffentlicht am 05. Januar 2011

Den Magnetstreifen auf unseren EC-Karten soll es an den Kragen gehen. Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband forderte jetzt die Abschaffung und stellte sich damit hinter eine Forderung des Bundeskriminalamtes (BKA).

Doch bevor es soweit ist, bleiben noch einige Hürden zu überwinden. Zum Geld abheben ist der Magnetstreifen mittlerweile nicht mehr notwendig, es funktioniert mit dem Chip, der ebenfalls auf den Karten ist. Doch viele Kunden würden gar nicht bis zum Automaten gelangen. Denn die Türöffner kommen ohne den Streifen nicht aus. Ebenso viele Kontoauszugsdrucker. Vor allem im Einzelhandel kommt der Magnetstreifen noch zum Einsatz, falls das Bezahlen nicht über die PIN-Eingabe sondern als Lastschrift erfolgt, d.h. falls der Kunde unterschreiben muss. Im Ausland wird der Magnetstreifen noch häufiger eingesetzt.

Skimming-Opfer erhalten Ersatz

Das BKA hatte sich für die Abschaffung eingesetzt, weil es ein Sicherheitsrisiko sieht. Die Behörde geht davon aus, dass Kriminelle den Magnetstreifen – anders als den Chip – auslesen können. Skimming nennt sich dieses Verfahren, bei dem zum Beispiel Geldautomaten manipuliert werden. Die Ganoven speichern dann die aussionierten Daten auf gefälschten Karten und heben im nichteuropäischen Ausland damit Geld ab. Innerhalb von Europa lässt sich die Echtheit einer Karte mittlerweile überprüfen. Allein in der ersten Jahreshälfte 2010 registrierten die Beamten über 1.900 Attacken auf Automaten, fast so viele wie im kompletten Jahr 2009.

Bis 2012 wollen die Sparkassen alle Bezahlvorgänge mit PIN-Eingabe und alle Verfügungen mit den EC-Karten auf den Chip umrüsten, danach folgen alle übrigen Einsatzgebiete wie die Kontoauszugsdrucker. Ungelöst bleiben aber Fragen wie der Einsatz im Ausland und das Bezahlen beim Händler mit Lastschriftverfahren. Beunruhigten Verbrauchern sei gesagt: Die Schäden durch Skimming ersetzt die Bank, weil der Kunde im Normalfall keine Schuld trägt.

tr

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