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Neue Sondermünze: 300 Jahre Porzellan-Herstellung

Veröffentlicht am 07. Juli 2010

Morgen kommt eine neue 10-Euro-Gedenkmünze der Bundesrepublik heraus. Geprägt von den Staatlichen Münzen Baden-Württemberg widmet sich die Edition dem Thema “300 Jahre Porzellan-Herstellung in Deutschland”. Auf der Rückseite der Münze ist ein zerbrochener Porzellanteller zu sehen, der an die Zerbrechlichkeit und damit die Vergänglichkeit des edlen Stoffes erinnert.

"Zauber der Zerbrechlichkeit" - das Motto spiegelt sich im Motiv wieder. Foto: Bundesminsterium der Finanzen

"Zauber der Zerbrechlichkeit" - das Motto spiegelt sich im Motiv wieder. Foto: Bundesminsterium der Finanzen

Als gebürtiger Sachse komme ich bei dem Jubiläum ins Grübeln. Hartporzellan wurde in Deutschland erstmals 1708 hergestellt. Was sich im Juni heuer zum 300. Mal jährt, ist die Gründung der ersten europäischen Porzellanmanufaktur, also die Fertigung in größerem Stil. So weit liegt die Münze immerhin fast richtig. Doch die Schöpfer verheimlichen, wo das ganze stattfand – nämlich nicht irgendwo in Deutschland, sondern auf der Albrechtsburg in Meißen.

Auf der Silberprägung sieht es fast so aus, als ob man sich für Meißen schämen müsste. Das muss man nicht, wie allein die aktuelle Ausstellung “All Nations are Welcome” in der Porzellanmanufaktur zeigt. Sie versammelt aktuelle und historische Stücke, die in alle Welt exportiert werden und je nach Nation den vorherrschenden Geschmack bedienen – plüschig-bunt für russische Kunden, ornamentenreich für Araber und historisierend für die USA.

tr

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