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Schneller als die Polizei erlaubt

Veröffentlicht am 14. Januar 2010

Mein Maserati fährt 210,
Schwupp, die Polizei hat’s nicht geseh’n,
das macht Spaß.
Ich geb Gas, ich geb Gas.

So trötete der Neue-Deutsche-Welle-Hit von Markus vor mittlerweile 28 Jahren aus allen Lautsprechern. In diesem Takt schlägt das Herz vieler deutscher Autofahrer vermutlich immer noch, nur dass sie keinen Maserati lenken. Im Verkehrssicherheits-Report 2009 der AXA Versicherung stellen sie sich selbst kein mustergültiges Zeugnis aus.

49 Prozent von ihnen geben an, in geschlossenen Ortschaften gelegentlich zu schnell zu fahren. Im europäischen Durchschnitt sagen das nur 41 Prozent. Ihren Fahrspaß lassen sich viele auch nicht von einer miesepetrigen Behörde in Flensburg verderben. Nur ein Viertel gestand ein, Respekt vor einem Eintrag im Verkehrszentralregister zu haben. Und lediglich 39 Prozent der Befragten lassen sich in ihrem Fahrverhalten durch Blitzer beeinflussen. Das Marktforschungsinstitut Ipsos führte für die Studie Telefoninterviews mit über 8.000 europäischen Autofahrern.

Ob sich die Fahrer nicht oft selbst überschätzen? Zwar sterben auf unseren Straßen weniger Verkehrsteilnehmer als in anderen europäischen Ländern – 60 im Jahr pro einer Million Einwohner. In Lettland sind es 184, in Litauen sogar 214. “Das ist vor allem auf die hohen Sicherheitsstandards der neuwertigen Pkw auf deutschen Straßen zurückzuführen”, sagt Andreas Tiedtke von der AXA Versicherung. “Passive Sicherheitssysteme wie Airbags und ABS gehören in Deutschland mittlerweile oft zur Serienausstattung. In anderen EU-Ländern ist das noch eher selten.”

tr

Frauen fahren vernünftiger laut AXA Verkehrssicherheits-Report 2009.

Frauen fahren vernünftiger laut AXA Verkehrssicherheits-Report 2009.

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