Die Sterbegeldversicherung soll die Kosten rund um eine Bestattung decken. Als Finanzprodukt ist sie nichts anderes als eine als eine Kapitallebensversicherung. Die Auszahlung der vereinbarten Versicherungssumme ist dabei garantiert, eine versicherungsmathematisch errechnete Überschussbeteiligung kommt obendrauf.
Die Beiträge zum Sterbegeld sind meist bis zum Alter von 65 oder 85 Jahren zu zahlen. Danach läuft die Versicherung beitragsfrei weiter. Je älter der Versicherte beim Abschluss des Sterbegelds ist, desto höher fallen die Beiträge aus. Bei manchen Anbietern gilt ein Mindest- bzw. Höchstalter für den Abschluss, zum Beispiel 35 und 80 Jahre. Oft gibt es günstigere Tarife mit Gesundheitsprüfung und teurere ohne Gesundheitsprüfung.
Finanzielle Perspektive spricht gegen das Sterbegeld
Aus finanzieller Perspektive gibt es zum Sterbegeld Alternativen, die fast immer besser bewertet werden: Das notwendige Geld kann angespart werden, indem man beispielsweise frühzeitig in Tagesgeld anlegt. Aus diesem Grund hat das Sterbegeld bei vielen Verbraucherschützern auch ein Draufzahl-Image.
Möglicher Vorteil einer Sterbegeldversicherung kann die organisatorische Entlastung der Angehörigen sein, die andernfalls kurzfristig selbst einige tausend Euro aufbringen müssen; eine Beerdigung kostet in der Regel ca. 5.000 Euro. Viel wichtiger noch: Für den Versicherten kann ein psychologischer Aspekt Motivation für den Abschluss der Versicherung sein. Das Sterbegeld ist eine explizite Vorsorge für den Todesfall. Deshalb kann die Versicherung dazu beitragen, mit dem Bewusstsein alt zu werden, alles für den letzten Weg geregelt zu haben. Kein anderes Produkt kann allein mit dem Namen in derselben Form für diese Gewissheit stehen.
Wer auf diese psychologische Stütze verzichten will, sollte auf jeden Fall Alternativen prüfen. Die heißen zwar nicht Sterbegeld, ermöglichen aber eine ähnliche und finanziell attraktive Vorsorge.
nh

…da ist viel Wahres dran.
Und wenn ich ganz sicher weiß, dass ich mindestens 80 Jahre alt werde, dann sticht auch das Argument, dass ein Sparplan hinsichtlich der Verzinsung der Einzahlung besser ist.
Was aber passiert, wenn der Todesfall dann doch deutlich früher eintritt? Der Sparplan hilft dann – mangels hinreichend langer Einzahlungen – nicht wirklich weiter. In einem solchen Fall ist das “Draufzahl-Image” der Sterbegeldversicherung sicher falsch.
Es handelt sich eben um eine Versicherung (oft mit zusätzlichen Services) und NICHT um ein Geldanlage-Produkt!