“Teldafax kämpft um Existenz”, “Teldafax im Zwielicht”, “Teldafax droht die Pleite”, lauten die Schlagzeilen der Zeitungen. Teldafax wird vorgeworfen, neue Kunden durch ein ruinöses Schneeballsystem gewonnen zu haben und finanziell vor dem Aus zu stehen. “Nach den öffentlichen Anschuldigungen wächst die Pleitegefahr”, vermutet die “Financial Times Deutschland” außerdem. Teldafax-Vorstandsmitglied Gernot Koch dementierte gegenüber der FTD: “Wir können Lieferantenverbindlichkeiten derzeit noch fristgerecht erfüllen”, räumte aber nach Angaben der Zeitung ein, dass das Unternehmen 2008 und 2009 aus buchungstechnischen Gründen bilanziell überschuldet gewesen sei.
Die Ursache für die vermutete erhebliche Schieflage bei TelDaFax sah das “Handelsblatt” in der Mittwochsausgabe im Geschäftsmodell des Unternehmens: “Teldafax kauft Strom zu den üblichen Preisen ein und verkauft ihn zum Teil deutlich billiger weiter an seine Kunden. Auf diese Art wuchs der Kundenstamm wie gewünscht steil an. (…) Doch die Verluste wuchsen ebenfalls. Nur dank immer neuer Kunden, denen eine Vorauszahlung von bis zu 1.000 Euro abverlangt wird, konnte Teldafax einen halbwegs geordneten Geschäftsbetrieb aufrechterhalten. So funktionieren Schneeballsysteme, wie man sie vom grauen Kapitalmarkt kennt.”
Gegen diesen Vorwurf setzt sich der Stromanbieter zur Wehr: „Wir weisen entschieden die in diversen Medien veröffentlichte Behauptung, TelDaFax arbeite nach einem Schneeballsystem, zurück. Diese Behauptung ist unwahr, falsch und geschäftsschädigend. Mit dieser erstmals im ‘Handelsblatt’ veröffentlichten Unterstellung soll unser Unternehmen in Misskredit gebracht, das Management diskreditiert und unser Geschäftsmodell ad absurdum geführt werden. Richtig ist vielmehr, dass TelDaFax nach anfänglich starkem Anstieg der Kundenzahlen den Wachstumsprozess seit Anfang 2009 entschleunigt hat und die Kunden profitabler entwickelt”, so Klaus Bath, Vorstandsvorsitzender der TelDaFax Holding AG.
Aufgrund der Kundenstruktur könne ein Schneeballsystem darüber hinaus gar nicht funktionieren: “Wir weisen auch die Behauptung, TelDaFax arbeite nach einem reinen Vorkassenmodell, entschieden zurück. 70 Prozent unserer Kunden sind Monatszahler – mit steigender Tendenz”, so Bath weiter.
Kunden, die ihren Strompreis vergleichen, sollten sich gut überlegen, ob sie einen Tarif mit Vorauskasse wählen. Geht der betreffende Anbieter pleite besteht die Gefahr, getätigte Vorauszahlungen nicht zurück zu erhalten. Im Strompreisvergleich können Anbieter mit Vorauskasse über die Voreinstellungen ausgeblendet werden.
nh

Einen Stromanbieter, der Vorkasse verlangt, würde ich von Anfang an ausschließen! Der Verbraucher trägt dabei nämlich im Zweifel das Risiko. Ein guter Strom Tarifvergleich bietet daher die Möglichkeit, solche Anbieter von vornherein auszuschließen.
@Mario: Da bin ich deiner Meinung. Beim Strompreis vergleichen auf der Seite von Aspect Online (siehe Link im Artikel) kannst du Tarife mit Vorauskasse, aber auch mit Kaution oder einmaligem Bonus abwählen oder auch ganz bewusst nur Tarife mit Preisgarantie oder -fixierung anzeigen lassen. So hat jeder Stromkunde die Wahl. Übrigens: Sogar Tarife für Ökostrom sind in der Regel günstiger als die Tarife des Grundversorgers – und auch den Ökostrom kann man in unserm Strom Vergleichsrechner gesondert betrachten.
ja mit den stromanbitetern muss mann schon aufpassen – ich hab vor einigen jahren zu einem mittelgünsigen gewechselt und bin damit zufrieden. besser als beim billigsten immer wieder ärger