Studie: Bürger wünschen sich mehr Individualität im Gesundheitswesen

Veröffentlicht am 15. Juli 2008

Die Deutschen sind einer Studie zufolge bereit, für stärkere individuelle Leistungen im Gesundheitswesen mehr zu bezahlen.

Bei einer Umfrage unter 1000 Versicherten im Auftrag der Unternehmensberatung “Roland Berger” plädierten 93 Prozent dafür, vom Standardangebot abzuweichen und Tarife mit zusätzlicher oder eingeschränkter Leistung zu wählen.

Gemeint sind damit etwa eine Grundversorgung mit geringeren Beiträgen und entsprechenden individuellen Zusatzversicherungen etwa für Sehhilfen oder Zahnersatz. Dafür seien die Menschen auch bereit, mehr zu bezahlen. Viele Menschen könnten sich etwa neue Dienstleistungen wie einen Gesundheitsberater vorstellen, der in der Arztpraxis über Prävention aufklärt.

Die Mehrheit wäre der Umfrage zufolge auch bereit, die eigene Wohnung zum Gesundheitsstandort ausrüsten zu lassen, so dass medizinische Daten wie Blutdruck oder Gewicht bequem zuhause gemessen und an eine Kontrollstation übermittelt werden könnten – ohne Arztbesuch.

Insgesamt wandle sich das Gesundheitswesen immer mehr zum Gesundheitsmarkt. Die Krankenkassen würden durch ihre Einkaufsmacht mächtiger und holten durch strategische Einkaufspolitik weitere Effizienz heraus. Auch die Leistungsanbieter wie Praxen, Kliniken oder ambulante Dienste handelten zunehmend unternehmerisch, der Markt würde dadurch transparenter. Auch der zweite, privat finanzierte Gesundheitsmarkt zum Beispiel für Wellness-Produkte, Fitness oder Gesundheitsreisen wachse ständig weiter, in diesem Jahr voraussichtlich um sechs Prozent aus 64 Milliarden Euro.

Kostenlose Preisvergleiche und Leistungsvergleiche zum Thema Krankenversicherungen bietet aspect-online.de.

Verwandte Artikel:
Fast hundert Krankenkassen erhöhten 2008 ihre Beiträge
Krankentagegeld: Auch geringfügige Tätigkeiten untersagt

(Quelle: ddp)

Kommentar hinterlassen

(erforderlich)

Facebook