
Karge Rente: Die Deutschen beschäftigt die Sorge vor sozialem Abstieg im Alter. Foto: Gina Sanders (fotolia.com)
Die Deutschen haben Angst vor dem Alter. Ob jung oder alt. So fürchtet sich nach einer repräsentativen Umfrage der TNS Infratest Sozialforschung die Mehrheit der Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 17 und 27 Jahren, im Alter arm zu sein. Dabei machen sich vor allem junge Frauen Sorgen, später nur eine geringe Rente zu bekommen.
Nahezu unverständlich: Ein Großteil der Befragten ist bereit, private Altersvorsorge zu betreiben – viele verstehen aber kaum die Angebote. Das gleiche Bild zeigt sich bei den älteren Menschen zwischen 50 und 64 Jahren – so jedenfalls das Ergebnis des Meinungsforschungsinstituts Emnid. Danach hat Dreiviertel der älteren Deutschen große Angst vor Altersarmut.
Die Angst vor Altersarmut ist das bestimmende Thema in Deutschland. Die Diskussion darum aber weitestgehend subtil. Auch bei den Älteren sind es insbesondere die Frauen, die ein Leben in Armut fürchten – immerhin 82 Prozent! Und folgt man einer weiteren Erhebung aus diesem Jahr, dann planen sogar viele im Rentenstand schon alleine deshalb Deutschland zu verlassen, weil das Leben im Ausland billiger erscheint. “Je nach dem wohin man geht, kann sich das aber schnell als Trugschluss erweisen”, meint Michael Emmel als geschäftsführender Verwaltungsrat der Atlanticlux Lebensversicherung S.A. (Atlanticlux).
