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Valovis: Die Bank, die nicht mehr KarstadtQuelle heißen möchte

Veröffentlicht am 08. März 2010

Der Name KarstadtQuelle bringt Finanzdienstleistern kein Glück und so nennt sich die KarstadtQuelle-Bank ab heute Valovis Commercial Bank. Für Kunden, die beispielweise ihr Tagesgeld oder Festgeld bei dem Bankhaus aus dem hessischen Neu-Isenburg angelegt haben, ändert sich damit nichts. Sämtliche Verträge und alle Konditionen bleiben unverändert.

Die 1990 gegründete Bank war unter wechselnden Namen bis Ende 2008 der zentrale Finanzdienstleister für Konsumentenkredite und Kreditkarten bei KarstadtQuelle und später beim Arcandor-Konzern. Als die Konzernmutter pleiteging, teilte das Geldinstitut zwar noch den Namen mit ihr, aber nicht das finanzielle Schicksal. Bereits im Januar 2009 hatte der KarstadtQuelle Mitarbeitertrust die Bank zu 100 Prozent übernommen und sie in die damals schon ihm gehörende Valovis Bank eingegliedert.

Der Mitarbeitertrust firmiert als eingetragener Verein und sichert die Pensionsansprüche der Arcandor-Mitarbeiter. Neben dem Kreditkartengeschäft – als KarstadtQuelle-Bank war man größter MasterCard-Herausgeber in Deutschland – will sich die Valovis Commercial Bank auf die Absatzfinanzierung für mittelständische und größere Handelsunternehmen konzentrieren.

Schon im Februar hatten sich die KarstadtQuelle Versicherungen von ihrem alten Namen getrennt und firmieren jetzt als Ergo Direkt, um die Unabhängigkeit vom insolventen Handelskonzern deutlich zu machen. Weniger Glück hatte die relativ kleine Quelle Bauspar AG. Sie war von der Insolvenz ebenfalls nicht betroffen, kämpfte aber wegen der Namensgleichheit mit Absatzschwierigkeiten. Im September kauften die privaten Bausparkassen den Mitbewerber gemeinsam in einer Auffanggesellschaft auf, um den Abwärtssog zu stoppen. Im November meldete das Unternehmen, dass keine Neuverträge mehr abgeschlossen werden. Lediglich die bestehenden Bausparverträge werden noch verwaltet.

tr

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