Versicherer-Werbung kommt an

Veröffentlicht am 24. Juni 2010

Beim Start der neuen Imagekampagne des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) fragte ich mich, ob man damit jemanden hinterm Ofen hervorlockt. Siehe da, meine Skepsis war unangebracht. Ein knappes halbes Jahr nach dem Start kennt mehr als jeder vierte Bundesbürger bereits den “Gut, dass es Versicherungen gibt”-Spot. Zu diesem Ergebnis kommt eine Erhebung des Marktforschungsinstituts Psychonomics.

Die Verknüpfung von Werbung im Fernsehen und im Internet zahlte sich aus. Vier Prozent derjenigen, die die GDV-Kampagne wahrgenommen haben, informierten sich aufgrund der Werbung auch auf der Website www.ihreversicherer.de. Bei den Befragten, denen die Werbung gefallen hat (mindestens “sehr gut”) ist es sogar mehr als jeder zehnte, der die Website besucht (zwölf Prozent) und die Spots anschaut, sich bei Antworten auf Leseranfragen informiert oder selbst welche stellt.

Dabei hängte der GDV die meisten Versicherungsgesellschaften ab. Lediglich die AdvoCard, der ADAC, die Hallesche und der VHV erreichen über alle Kanäle hinweg eine höhere Werbewirkung mit ihrem Spots und Anzeigen. Differenziert man nach den unterschiedlichen Werbekanälen, schneidet zum Beispiel die VHV zum Teil noch deutlich besser ab: Der TV-Spot, in dem Dieter Bohlen für die Haftpflichtversicherung wirbt, erreicht im Fernsehen die höchsten Sympathiewerte. Bei der Glaubwürdigkeit steht er der AdvoCard als bestplatzierter Gesellschaft über alle Dimensionen der Werbewirkung hinweg jedoch ein wenig nach.

tr

Einfallsreich wirbt die VHV auch bei der Unfallversicherung und verteilt Pflaster mit witzigen Sprüchen. Favorit der Redaktion: "Singst du oder hast du Schmerzen". Foto: Jasminko Milicevic

Kommentar hinterlassen

(erforderlich)

Facebook