Welche Versicherungen brauchen Studenten?

Veröffentlicht am 06. Dezember 2007

Damit Studierende gut abgesichert durch die Semester kommen, sollten sie sich um den richtigen Versicherungsschutz kümmern.

Wenn keine Familienversicherung besteht, ist in aller Regel die studentische Krankenversicherung sinnvoll. Sie bietet für knapp 58 Euro im Monat die gesetzlichen Leistungen an. Bei privat versicherten Eltern ist oft auch eine private Versicherung eine Option, die allerdings deutlich teurer werden dürfte. Dafür sind aber oft auch die Leistungen entsprechend besser.

Besonders wichtig ist auch ein ausreichender Haftpflichtschutz. Bis zum Ende der ersten Ausbildung (bei einigen Versicherern begrenzt auf das 25. Lebensjahr) sind Studenten bei den Eltern mitversichert, wenn die Eltern eine Police haben. Daher reicht oft die Nachfrage zu Hause, um den Versicherungsschutz sicherzustellen.

Hausratschutz gibt es ebenfalls über die Eltern, wenn Studenten im Wohnheim oder einem Zimmer zur Miete wohnen, der Lebensmittelpunkt aber noch in der elterlichen Wohnung ist. Ist das nicht der Fall, muss geklärt werden, ob ein eigener Schutz sinnvoll ist. Vor allem bei teuren Elektrogeräten wie PC, Fernseher oder Stereoanlage kann es sich lohnen, zumindest einen Vertrag mit einer geringen Versicherungssumme abzuschließen.

Ebenfalls nachdenken sollten Studenten über eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Zwei Dinge sind dabei wichtig: Zum einen sollten Studenten Verträge wählen, die bereits aufgrund der gewählten Studienrichtung eine Berufsunfähigkeitsrente zahlen, wenn der angestrebte Beruf nicht mehr ausgeübt werden kann. Und zweitens sollte die Rente so bemessen sein, dass sie auch wirklich zum Leben reicht: Mindestens 1.000 Euro sollten es am Anfang sein, der Betrag sollte dann im Laufe des Lebens steigen, damit die Rente durch die Preisentwicklung nicht entwertet wird. Im Idealfall sieht der Vertrag außerdem vor, dass nach Ende des Studiums die Rentenhöhe ohne erneute Gesundheitsprüfung angepasst werden kann.

Weniger sinnvoll sind dagegen Unfallversicherungen, vor allem, wenn das Invaliditätsrisiko bereits über eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgedeckt ist.

Wer als Student viel reist, sollte auf jeden Fall eine Auslandsreisekrankenversicherung abschließen. Jahrespolicen auch für mehrere Reisen gibt es bereits für unter zehn Euro Jahresgebühr. Damit ist man gegen das Risiko abgesichert, auf Reisen für Arzt- und Krankenhauskosten selbst aufkommen zu müssen. Und dieses Risiko kann immens sein, ein Krankenhausaufenthalt nach einem Unfall in den USA kann schnell einige Tausend Euro kosten, die man ohne Auslandsschutz selbst zahlen muss.

Neben dem richtigen Versicherungsschutz sollten Studenten auch bereits an die Altersvorsorge denken und die staatliche Förderung in Anspruch nehmen. Wer zum Beispiel neben dem Studium jobbt, kann bereits einen Riester-Vertrag abschließen und die Förderung sowie eventuell Steuervorteile kassieren. Wer dann noch einen Vertrag auf Fonds-Basis abschließt, wird über die Jahre mit satten Wertzuwächsen und einer Zusatzrente belohnt.

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(Quelle: ddp)

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