Wie sollte auf Reisen gezahlt werden?

03. Juli 2008

Die Ferien haben bereits in einigen Bundesländern begonnen und viele Reisewillige zieht es in ferne Länder. Für den Urlaub sollte auch die Reisekasse gut gerüstet sein.

“Gerade bei Reisen in exotische Länder ist es sinnvoll, sowohl Reiseschecks und Kreditkarte als auch Bargeld mitzunehmen”, sagt Marion Mittenentzwei von der “Zentralbank der Volksbanken und Raiffeisenbanken” (WGZ Bank).

Mittenentzwei hat mehrere Empfehlungen für die Zusammensetzung der Reisekasse. Sie rät dazu, so wenig Bargeld wie möglich mitzunehmen. Bargeld werde bei Diebstahl in der Regel nicht ersetzt. Der Urlauber sollte jedoch die ersten Ausgaben am Urlaubsort bar tätigen können, sei es für die Taxifahrt oder das erste Trinkgeld im Hotel. Weiterhin ist es laut Mittenentzwei in der Eurozone ratsam, mit der EC-Karte zu zahlen, da das fast überall gebührenfrei möglich ist.

Wer Bargeld benötige, erhalte dieses zudem auch mit der EC-Karte. Die Gebühren lägen zwischen 2,50 und 5,00 Euro. “Es lohnt sich daher, gleich über eine höhere Summe zu verfügen”, erklärt die Expertin.

Reiseschecks in unsicheren Staaten

Eine weitere Empfehlung von Mittenentzwei lautet: “Je unsicherer die Staaten sind, desto mehr Reiseschecks sollte der Urlauber mitnehmen”. Anders als Bargeld würden diese bei Verlust innerhalb von 24 bis 48 Stunden ersetzt. Das gelte allerdings nur, wenn die Kaufbelege separat aufbewahrt und noch vorgewiesen werden können.

Laut Mittenentzwei sollte der Reisende für sich einen Notfall-Pass erstellen. Dann habe der Reisende bei Verlust oder Diebstahl seiner Karte die erforderlichen Daten sofort griffbereit. Im Pass sollte die Sperrnotrufnummer (0)1805/0211021 oder +49/116 116 eingetragen sein.

Die Karten- oder Kontodaten sollten ebenfalls notiert werden. Bei den Reisezahlungsmitteln sagt Mittenentzwei über Reiseschecks, dass sie ein sehr sicheres Zahlungsmittel sind, da sie bei entsprechender Akzeptanz in der Regel zu 100 Prozent und nur mit Ausweis oder Pass einlösbar sind. Allerdings seien Reisechecks etwas umständlicher als die Kreditkarte, da eine Vorbestellung und oft ein Umtausch gegen Bargeld nötig sind.

Kreditkarten: Sicheres Zahlungsmittel

Bezüglich der Kreditkarte erklärt die Expertin, dass es sich dabei um ein sehr sicheres Zahlungsmittel handelt. Sie sei universell einsetzbar und habe weltweit eine sehr hohe Akzeptanz. An der Kasse sei sie bequem mit Unterschrift, am Geldautomaten mit Eingabe der persönlichen Geheimzahl nutzbar. Zudem sei sie oft unverzichtbar bei der Mietung von Autos oder bei einer Hotelbuchung.

Laut Mittenentzwei ist die EC-Karte nützlich, weil sie bei Missbrauch oder Verlust gesperrt werden kann. Ab der Sperre bestehe keine Haftung des Kontoinhabers, davor üblicherweise nur bei grober Fahrlässigkeit. Allerdings habe die EC-Karte eine geringere Akzeptanz als Kreditkarte.

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(Quelle: ddp)

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  • 1. Urlaub mit Mietwagen - Oh&hellip  |  08. Juli 2008 um 09:08 Uhr

    [...] Artikel: Wie sollte auf Reisen gezahlt werden? ‘Mallorca-Police’ wichtig für die [...]

  • 2. Zeitung: Mastercard macht&hellip  |  16. Juli 2008 um 08:41 Uhr

    [...] Artikel: Wie sollte auf Reisen gezahlt werden? Immer mehr Deutsche führen ihr Konto über das [...]

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