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WM: Ärzte blasen Vuvuzela-Trompeten den Marsch – private Unfallversicherung zahlt bei Hörschäden

Veröffentlicht am 12. Juni 2010

Das WM-"Alphorn" ist für manche ein Lärm-Alptraum: eine Vuvuzela im Einsatz. Foto: BdV

Das WM-"Alphorn" ist für manche ein Lärm-Alptraum: Vuvuzelas im Einsatz. Foto: BdV

“Lauter als eine Kettensäge”, “Düsenjet auf den Besucherrängen”, “Tröten bis der Arzt kommt”: Die Negativmeldungen über die Vuvuzela, jene bei Fußball-Fans so beliebte südafrikanische Plastiktrompete, nehmen zu. Sie mag zwar für die WM 2010 der letzte Schrei sein, hat aber schon vielerorts die rote Karte bekommen.

Vor allem Mediziner warnen vor dem hohen Schallpegel dieser bis zu 130 Dezibel lauten Fan-Fanfare, die ein akutes Lärmtrauma mit temporärem Hörverlust, aber auch irreparable Schäden verursachen könne. Schon 85 Dezibel reichen aus, um einen Hörschaden zu bekommen. Zum Vergleich: Werden Arbeiter so einem Lärmpegel ausgesetzt, haben sie einen Gehörschutz zu tragen.

Private Unfallversicherung hilft im Schadensfall

Die private Unfallversicherung zahlt bei einem von Vuvuzelas verursachten dauerhaften Hörschaden: “Der Schaden durch Schallwellen fällt in vollem Umfang unter den Unfallbegriff. Einen Ausschluss sehen die Bedingungen nicht vor”, sagt Rüdiger Falken, Versicherungsberater aus Hamburg auf zeit.de.

Um es gar nicht erst zu so einer dauerhaften Invalidität kommen zu lassen, sind bei diversen Public-Viewing-Veranstaltungen in Deutschland Vuvuzelas gleich ganz verboten worden. Beispiel Würzburg: Alexander Hoffmann von der Stadt Würzburg erklärte, an den Eingängen der Posthallen und des Stadions der Würzburger Kickers werde der Sicherheitsdienst den Fans neben Waffen, Glasflaschen und Feuerwerkskörpern auch Vuvuzelas abnehmen. Anders als bei den großen Veranstaltungen sind die Tröten in Würzburger Gaststätten aber nicht grundsätzlich verboten. Hier setzt die Stadt auf die Vernunft und Zurückhaltung der Fußball-Fans.

Ohrstöpsel nicht vergessen oder daheim Fußball schauen

Auch auf der Wöhrder Wiese in Nürnberg, wo bis zu 30.000 Fußballbegeisterte zusammenkommen können, dürfen die Vuvuzelas nicht zum Einsatz kommen. Auch Druckluftfanfaren dürfen die Zuschauer nach einer Vereinbarung der Stadt mit den Veranstaltern nicht mitbringen. Thomas Wehr von der Stadt Nürnberg betonte darüber hinaus, Anwohner, die sich von Vuvuzelas vor Gaststätten gestört fühlten, könnten das der Polizei melden. In Augsburg und München jedoch sind Vuvuzelas vorerst noch erlaubt beim Public Viewing.

Für alle, die auf Lärm sehr empfindlich reagieren, ist es wohl die beste Lösung im Freundeskreis vor dem heimischen TV die Toren zu bejubeln (ARD und ZDF übertragen die WM-Spiele ja im hochauflösenden HD-Format) und dabei gemütlich zu grillen. Wer zum Public Viewing gehen will, sollte gute Ohrenstöpsel nicht vergessen. Denn nicht nur Vuvuzelas können nervtötend sein. Auch Rasseln, Trillerpfeifen, Nebelhörner oder normale Lautsprecherboxen machen einen Höllenlärm.

ddp/min

3 Kommentare zu “WM: Ärzte blasen Vuvuzela-Trompeten den Marsch – private Unfallversicherung zahlt bei Hörschäden”

  1. Gottfried Bertrams sagt:

    Hallo !Wie soll man zu Hause ruhig Wm schauen ,hier ist das geblase genau so laut oder ich muss auf den Reporter verzischten ,Tolle Wm

    Es müsste auch in Südafrika verboten werden ,hat auch nichts mit freude am Fussball zutun

  2. Nibelungen Saga sagt:

    Doofe Trompeten! Erste WM in HD und erste WM ohne Ton.

  3. Hanni Banni sagt:

    blaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaas grad widda(in die Vuvuzela)


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