Leasing-Lexikon -
Jahresabschluss
Jahresabschluß
1. Im Jahresabschluss der Leasing-Gesellschaft ist das Leasing-Objekt im Anlagevermögen aktiviert (auch Leasing-Anlagevermögen). Auf der Passivseite erscheinen dementsprechend Darlehensschulden oder - bei Forfaitierung - passive Rechnungsabgrenzungsposten (PRAP). In der Gewinn- und Verlustrechnung des Leasing-Gebers werden Leasing-Forderungen ausgewiesen, wovon Abschreibungen und Zinsaufwendungen abgesetzt werden. Für den Leasing-Nehmer sind die Leasingzahlungen in dem Jahr, in dem sie anfallen, Betriebsausgaben, die sofort steuerlich absetzbar sind.
2. Im Zuge der Bonitätsprüfung verlangt der Leasing-Geber bei Engagements ab etwa 50 bis 125 TEUR Jahresabschlüsse des Leasing-Nehmers. Bei größeren Investitionen werden neben dem Prüfungsbericht eines Wirtschaftsprüfers auch Projekte für die kommenden Jahre erwartet. Vielfach sind die Leasing-Nehmer aufgrund der Geschäftsbedingungen der Leasing-Gesllschaften verpflichtet, die Jahresabschlüsse auch während der Laufzeit des Leasing-Vertrages zur Verfügung zu stellen.
3. Die Abschlüsse der Leasing-Gesellschaften sind durch die Kostenverteilung ihrer Investitionen geprägt. Eine einheitliche und sinnvolle Ergänzung durch die sogenannte Substanzwertrechnung verbunden mit betriebswirtschaftlichen, leasingspezifische Kennzahlen, ergibt eine gute Basis für die Beurteilung ihrer Jahresberichte.

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