Lexikon Rentenversicherung
Rentenniveau

Rentenniveau

Das Rentenniveau wird als Maßgröße verwendet, um die Rentenbezüge mit dem Einkommen von Erwerbstätigen vergleichen zu können.

Das Rentenniveau vergleicht die Rente eines Versicherten, der 45 Versicherungsjahre aufweist und stets im Durchschnitt verdient hat, mit dem Einkommen eines Durchschnittsverdieners.

Beim Brutto-Rentenniveau werden die Steuern und Sozialversicherungsbeiträge nicht berücksichtigt. Es werden jeweils die Bruttowerte verglichen.

 
Beim Netto-Rentenniveau vor Steuern werden nur die Sozialversicherungsbeiträge berücksichtigt, nicht aber die steuerliche Belastung.

Sowohl das Brutto- als auch das Netto-Rentenniveau haben sich von 1978 bis 2002 vor Steuern schrittweise verringert. 2002 lag das Brutto-Rentenniveau bei rund 48 Prozent des Durchschnittseinkommens, das Netto-Rentenniveau bei rund 53 Prozent.

 
Im Jahr 2009 liegt das Brutto-Rentenniveau bei 46,4 % (Netto-Rentenniveau 50,2 %). Dieser Abwärtstrend wird sich nach den Prognosen der Bundesregierung fortsetzen: Im Jahr 2018 wird das Brutto-Rentenniveau demzufolge nur noch bei 42,4 Prozent und das Netto-Rentenniveau vor Steuern bei 46,5 Prozent liegen.

Hintergrund für die Verschlechterung des Rentenniveaus sind vor allem die Maßnahmen, die in den letzten Jahren im Rahmen der Rentenreformgesetze eingeleitet wurden: So erfolgt die Rentenanpassung an die Einkommensentwicklung der Verdienenden nur noch in begrenztem Umfang. Die Folge sind wachsende Versorgungslücken im Alter.